Yoga

Georg Feuerstein, einer der wichtigsten zeitgenössischen Indologen, vergleicht Yoga mit einem uralten Strom, einem Fluss mit zahllosen Stromschnellen, Wirbeln, Nebenflüssen und stillstehenden Gewässerarmen. Einem Strom, der durch eine ausgedehnte Landschaft mit vielen verschiedenartigen Lebensräumen dahinfließt.
Yoga ist beides: ein Übungsweg und ein Lebensweg. Die Ziele des yogischen Übungsweges sind Gleichmut, die Versöhnung mit sich selbst und der Welt, Frieden im Leben.
Yoga ist Kunst, eine Lebenskunst. Yoga ist eine Wissenschaft. Und Yoga ist eine Philosophie.

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Yoga ist beides: ein Übungsweg und ein Lebensweg. Die Ziele des yogischen Übungsweges sind Gleichmut, die Versöhnung mit sich selbst und der Welt, Frieden im Leben.

Das Fundament bildet die beinahe 3000 Jahre alte indische Philosophie, die über Gott und die Welt, das Menschsein und dabei vor allem über die menschlichen Probleme und Sehnsüchte reflektiert.

Nach B.K.S. Iyengar ist Yoga eine Bewusstseinsschulung und damit weit mehr als das Üben von Körperstellungen. Er betrachtet den Yoga als praktikable Methode, die Jedermann helfen kann, die Existenz zu erhellen, weg von Enge, Angst und Illusion hin zu einem klaren, gelassenen Geist. „Das Rätsel um den Körper ist der Ausgangspunkt im Yoga, von dem aus das Mysterium der menschlichen Existenz entwirrt wird.“ (B.K.S. Iyengar)

Yoga ist Kunst, eine Lebenskunst. Yoga ist eine Wissenschaft. Und Yoga ist eine Philosophie. Nicht zuletzt ist Yoga etwas konkret Erfahrbares. Er ist ein praktischer, ein individueller Weg. Der Einzelne kann nur bei sich selbst anfangen. Im Hier und Jetzt. In unaufhörlichem Bemühen um Disziplin, Ausdauer und Geduld.

Die eigentliche und zeitlose Weisheit des Yoga ist in jedem Asana (Körperstellung) und in jedem Pranayama (Atemübung) zu finden. Dabei spielen abhyasa (Übung) und vairagya (Loslassen) eine wesentliche Rolle. Sie sind wie die beiden Flügel eines Vogels. Das eine ist undenkbar ohne das andere, um die Essenz des Yoga zu erfahren.